Mein Jahresrückblick 2025

Gerne möchte ich diesmal wieder an dem gemeinsamen Jahresrückblick-Bloggen mit Judith Peters teilnehmen. Von aussen betrachtet, ist dieses Jahr nicht viel passiert in meinem Leben, und doch hat sich innerlich sehr viel bei mir bewegt. Da ich mich meiner sogenannten Lebensmitte annähere und meine Diagnose aus dem Vorjahr mich immer noch beschäftigt, habe ich mir viele Fragen gestellt.

Viele Menschen mit ernsteren Erkrankungen sagen im Nachhinein, dass sie dankbar für ihre Erkrankung sind, weil sie wie ein Wake-Up-Call war, der ihnen bewusst machte, dass sie nicht das Leben leben, das ihnen entspricht und sie glücklich macht. Wie heisst es doch so schön in dem Song: „It’s My Life“!

Es geht im Leben nicht bloss um Pflichterfüllung oder Anhäufung von Dingen. Wenn ich am Ende meines Lebens zurückschaue, zählen die Momente, in denen ich das Leben wirklich genossen habe. Besonders einprägsam sind die schönen Momente, die wir mit unseren Lieben verbringen. Davon gab es einige in diesem Jahr.

Meinem grossen Wissendurst bin ich dieses Jahr auch vermehrt nachgegangen durch den Kauf vieler neuer Bücher zu vielen verschiedenen Themengebieten, die mir alle wichtig sind. Ein Aha-Erlebnis zu haben, gibt mir immer einen kleinen Glücksrausch und macht daher süchtig nach mehr 😉 Zudem erweckt es in mir den Wunsch, dieses Wissen mit anderen zu teilen. Darum habe ich diesen Blog angefangen.

Ein wichtiges Wissensgebiet und Erfahrungsfeld dieses Jahr war das Thema gesunde Ernährung – aus einem tiefen Bedürfnis heraus, gut für mich zu sorgen. Nach dem Gespräch mit der Ärztin im Brustzentrum im Mai wollte ich auch unbedingt probieren, ob ich selbst etwas tun kann, damit die Massnahmen nicht so radikal werden müssen. Die Diagnose an sich war keine, die einen dringenden Handlungsbedarf erforderlich machte. Ich wusste, ich hatte noch Zeit und ich war sehr dankbar dafür und entschlossen, diese für mich zu nutzen. Essen ist zudem eine wichtige Möglichkeit zur Regulation meiner ADHS-Symptomatik. Durch gute Ernährung, die den Blutzucker stabil hält, kann ich auch meine körperliche und emotionale Energie länger aufrechterhalten.

Diese Themen und Momente haben mein Jahr 2025 geprägt

Gesunde Ernährung: meine Küche als Labor, Zuflucht und Kraftquelle

In diesem Jahr wurde meine Küche daher zu einem Versuchslabor und einem Raum der Selbstermächtigung – ein Ort, an dem ich die Verantwortung für meine Gesundheit in die eigenen Hände nahm.

Ich hatte viel darüber gelesen, wie Menschen sich mit ernsthaften Erkrankungen insbesondere durch die Ernährung geheilt hatten. Diese war oftmals roh-vegan und bestand aus viel Grün. Wenn man über Chlorophyll und Biophotonen recherchiert, findet man dazu Erstaunliches. Besonders bekannt sind die Rezepte von John Switzer. Weitere Stichworte sind die Gerson-Therapie oder die Budwig-Kost.

Ich begann zu experimentieren: roh-vegane Rezepte, glutenfreie Varianten, proteinreiche Kombinationen mit Mandelmus, Nüssen, Datteln und auch Wildkräutern aus dem Garten. In meiner Küche entstanden Brote, Pizzateige und Desserts, die manchmal überraschend lecker waren – und manchmal weniger. Nicht alles schmeckte sofort. Aber vieles fühlte sich wohltuend an. Ich fühlte mich länger satt und hatte auch länger Energie.

Besonders die Desserts wurden zu meinen persönlichen Genussmomenten ohne Reue : süss, ohne zu überfordern, und öfters kamen sie auch beim Rest der Familie gut an. Auch meine Smoothies begleiteten mich durch diese Zeit – angereichert mit Vitaminpulvern und Superfoods.

Eine kleine, fast beiläufige Veränderung hat mich besonders berührt: Mein Sohn isst inzwischen gerne Nüsse. Für mich ist das ein grosser Fortschritt. Auch ich liebe Nüsse, alle Sorten. Sie sind so vielfältig in der Verwendung. Zu Walnüssen habe ich zudem eine ganz besondere Verbindung. Sie wecken in mir immer die Erinnerung an den grossen Nussbaum im Garten meiner Grosseltern und die Walnüsse, die wir dort gemeinsam sammelten und knackten.

Hier eine kleine Auswahl meiner Experimente. Dattel-Nuss-Bällchen, ein grüner Smoothie, Süsskartoffelkuchen, Limettentorte mit Nuss-Fruchtboden, glutenfreies Brot, knuspriges Granola und eine Pizza aus Buchweizenteig.

Die Ernährungsumstellung war dabei auch eine ziemliche Herausforderung für mich. Mir fällt es oft schwer, wenn die Zubereitung von Speisen viel Zeit braucht, mehrere Schritte erfordert oder Geduld verlangt. Ich musste mich umgewöhnen, langsamer werden, planen, dranbleiben – und das gelang mir nicht immer. Parallel dazu standen meine Kinder oft mit ganz eigenen Bedürfnissen in der Küche: Während ich Nüsse einweichte, Teige experimentell anrührte oder Vitaminpulver abwog, wünschten sie sich weiterhin ihr gewohntes Essen. Manchmal existierten in meiner Küche deshalb zwei Welten gleichzeitig – das neue Gesunde und das alte Vertraute. Ich hatte viele gemischte Gefühle darüber, doch ich verstand, dass Genuss und Entspannung auch sehr wichtig waren. Immerhin habe ich es geschafft, die 21-Tage Stoffwechselkur zu machen und dabei tatsächlich auch eine schlankere Figur zurückgewonnen. Darüber habe ich ausführlicher berichtet im Monatsrückblick OKTOBER 2025: den Herbst mit allen Sinnen erleben – Sensible Seelensophie

Da ich nicht täglich riesige Mengen an Früchten und Gemüse zubereiten kann und dieses auch heutzutage leider nicht mehr die Menge an Vitaminen und Mineralstoffen wie noch vor 20 Jahren enthält, bin ich sehr froh über hochwertiges Vitaminpulver, das ich meinen Smoothies einfach hinzufügen kann. Auch Gerstengrassaftpulver und Spirulina sind eine gute Nährstoffquelle. Ich habe wohl so viele Nahrungsergänzungsmittel ausprobiert wie nie zuvor.

Ein grosser Motivationsbooster für ein gesundes Leben war auch eine Rohkostmesse dieses Jahr im November. Die Rohvolution Konstanz 2025. Dort lernte ich unter anderem, warum Mandelmus am gesündesten ist, wenn die Herstellung langsam und ohne grosse Hitze erfolgt und welch grossen Nährwert es hat.

Rückblickend war dieses Jahr in der Küche kein umfassendes Gesundheitsprogramm und konnte mir auch keine Heilung versprechen. Es war ein liebevoller Dialog mit meinem Körper. Ein vorsichtiges Annähern und ein Zeichen von Selbstfürsorge und Achtsamkeit.

Der Umgang mit Gefühlen im neurodivergenten Alltag

Dieses Jahr habe ich mich intensiv mit meinem Gefühlsleben auseinandergesetzt. Warum nur fällt es uns oftmals so viel leichter negativ zu denken als positiv? Warum fällt uns das Negative schneller auf, an uns selbst und unseren Kindern? Warum prägen sich negative Erfahrungen besonders tief ein? Je mehr wir Dinge negativ bewerten, desto mehr Stress- und Angstgefühle begleiten uns. Diese wiederum stehen unserem Erfolg im Weg. Es ist ein sich selbst verstärkender negativer Kreislauf.

Dieses Jahr habe ich mich auch verstärkt mit dem Thema Traumata zusätzlich zu dem Thema der Neurodivergenz auseinandergesetzt. Tatsächlich sagt Gunda Frey, dass gut 90% aller Kinder und Jugendlichen mit ADHS-Symptomen schon mal ein Trauma erlebt haben. Dies kann eine schwierige Geburt sein, oder eine Erkrankung oder Verletzung im Kindesalter. Zudem gibt es auch Bindungstraumen und transgenerationale Traumata. Die Angst, die unsere Vorfahren in den ersten beiden Weltkriegen durchgemacht haben, hat sich tief in ihre Körperzellen eingeprägt und wurde auch weitergegeben. Natürlich haben sich ihre Erfahrungen dann auch auf ihre Bindungsfähigkeiten ausgewirkt, wodurch sie ihren Kindern das so dringende Bedürfnis von Sicherheit und Geborgenheit nur eingeschränkt vermitteln konnten.

Es gibt eine Instanz im Menschen, die diesen vor gefährlichen Erfahrungen schützen will und daher immer nach Gefahren Ausschau hält. Bei Menschen mit traumatischen Erfahrungen ist diese Instanz besonders ausgeprägt. Es ist also sehr wichtig, sich nicht deswegen zu verurteilen, sondern liebevolle Selbstakzeptanz zu üben. Auch ich selbst kenne dieses verstärkte Gefahrenbewusstsein, obwohl ich persönlich nichts von irgendeiner traumatischen Erfahrung in meinem Baby- oder Kleinkindalter weiss. So habe ich z.B. grossen Respekt vor Feuer, möchte Kerzen nur mit dem Stabfeuerzeug anzünden, und wenn ich in einem Raum mit vielen Menschen bin, behalte ich die Ausgänge immer genau im Auge und auch das Verhalten der Menschen um mich herum. Wenn sich jemand verdächtig verhält, halte ich Abstand.

Entweder habe ich das Trauma also unbewusst, von meinen Vorfahren übernommen, oder wer daran glaubt, aus einem früheren Leben mitgebracht. Jedenfalls beobachte ich auch bei mir die typischen ADHS-Symptome wie grosse Reizoffenheit und überhöhte Impulsivität, die auch mit traumatischen Erlebnissen in Verbindung gebracht werden können. Intensive negative Gefühle können mich so stark einnehmen, dass ich dann erst mal viel Bewegung und frische Luft brauche. Dies hat sich allerdings erst so richtig gezeigt, seit ich selbst Kinder habe.

ADHS geht auch oft einher mit grosser Intelligenz und eine hohe Intelligenz kann auch eine gute Fantasie in Bezug auf Worst-Case-Szenarios mit sich bringen. Weiterhin ist der Perfektionismus ein grosses Thema. Jemand mit traumatischen Beziehungserfahrungen hat vielleicht erlebt, nie gut genug zu sein. Eine hohe Intelligenz kann ebenfalls dazu beitragen, jeden vermeintlichen Fehler einer Arbeit so genau wahrzunehmen, dass er eine Arbeit erst gar nicht beginnt oder auf halber Strecke aufgibt. Dies wird auch oft in Schulen beobachtet. Bei mir ist es ein grosses Hindernis, um mehr Kunst zu machen. Sehr schnell bin ich von meinen Ergebnissen frustriert, obwohl ich es eigentlich so gerne mache. Auch dieses Jahr habe ich etwas Kunst gemacht, aber so wenig, dass ich es hier kaum erwähnenswert finde. Dennoch weiss ich, dass gerade die Beschäftigung mit Kunst und Kreativität hier sehr hilfreich sein kann. Im nächsten Jahr will ich definitiv noch mehr machen. Sketchnotes können z.B. auch toll dabei beim Lernen helfen, indem sie Informationen visuell einprägsam machen.

Tolle Autorinnen zum Thema Gefühle sind für mich Maria Sanchez und Vivian Dittmar. Natürlich schätze ich auch die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg, insbesondere um mir über meine Bedürfnisse bewusst zu werden und auch für Kinder gibt es tolle Geschichten, um die „Giraffensprache“ zu lernen. Zudem habe ich auch Meditationen für mich entdeckt, die verstärkt durch Musik dabei helfen, den Fokus auf positive Gedanken und Gefühle zu lenken. Die Meditationen von Joe Dispenza sollen auch schon vielen Menschen mit Gesundheitsproblemen geholfen haben.

Der Weibliche Weg der Heilung

Da meine Erkrankung eine typisch weibliche ist, habe ich beschlossen auch hier genauer hinzuschauen. Ich spürte, dass es nicht nur um mein allgemeines Lebensgefühl ging, sondern ganz spezifisch mein Lebensgefühl als Frau.

Ich habe mir hier viele Fragen gestellt. Wie geht es mir als Frau und Mutter in der heutigen Gesellschaft? Wie ging es meiner Mutter und Grossmutter und all den Frauen vor mir? Ich habe mich mit den Themen Patriarchat und Matriarchat befasst und verschiedene Vor- und Nachteile angeschaut. Interessante Infos dazu finden sich hier: Wildmohnfrau 🔮 neues und altes Wissen entdecken!

Ich habe Vorträge darüber gehört, wie Mütter nach der Geburt in anderen Kulturen traditionell behandelt werden. Ich habe davon gehört wie sie in jeder Hinsicht umsorgt werden, da es ein Wissen darüber gibt, wie verletzlich die Frau in dieser Zeit ist. So gibt es spezielle Rituale, die auch die Seele stärken, wie zum Beispiel das „Sakrale Seelenwickeln“. Das finde ich unglaublich schön und berührend. Wie viele Mütter fühlen sich nach einer Geburt auf sich alleine gestellt und haben Mühe überwältigende Gefühle zu verarbeiten, selbst wenn sie einen liebenden Partner haben?

Obwohl man immer wieder vom Babyblues hört, liegt der Fokus von Hebammen und Mütterberaterinnen mehr auf dem Kind, oder lediglich der physischen Gesundheit der Mutter. Mir selbst ist auch erst Jahre später wirklich bewusst geworden, welch einschneidendes Erlebnis die Geburt meines ersten Kindes für mich war. Ich ahnte erst nach und nach, dass die Entspannungstechniken, die die werdende Mutter zur Geburtsvorbereitung lernt, für die postpartale Zeit mindestens genauso wichtig sind. Und heute, wo mein Grosser sieben Jahre alt ist und eine ADHS-Symptomatik aufweist und ich meine eigene erkannt habe, ist dies wieder hochaktuell. Wenn zwei Menschen mit intensiven Emotionen aufeinandertreffen, dann wird es herausfordernd. Da wird der normale Alltag zum Eiertanz. Ein falsches Wort zuviel oder damit konfrontiert sein, auf etwas oder jemanden warten zu müssen und die Nerven liegen blank. Ich habe mir daher viele Gedanken darüber gemacht, was meinem Sohn und meinem inneren Kind guttut und Entspannung bringt. Mein Sohn lernt dazu auch ein paar Dinge in der Ergotherapie.

Mir hilft am meisten der Kontakt zur Natur. Die Frau hat wie die Natur ihren eigenen Rhythmus. Beide funktionieren nicht linear, sie pulsieren. Wie der Mond wandern auch wir Frauen durch Phasen des Lichts und der Dunkelheit. In diesem rhythmischen Wechsel liegt keine Schwäche, sondern unsere größte Kraft: die Fähigkeit, uns immer wieder zu erneuern. Es ist also ganz natürlich, dass die Frau in ihrem Zyklus Phasen hat, in denen sie voller Energie und Tatenkraft ist, sowie andere, in denen sie den Wunsch hat, nach innen zu gehen, um neue Kraft zu sammeln. Das ist für mich spannend, ist es doch oft mit Scham verbunden, wenn ich als Frau und Mutter mir immer wieder mal den Rückzug wünsche und nicht so funktioniere wie erwartet. Doch inzwischen weiss ich, ich kann nur dann für meine Familie voll da sein, wenn ich auch gut für mich sorge. Seit neuestem habe ich eine tolle Kombination für mich entdeckt, um mich mit Bewegung zu entspannen: „Walking Meditations“. Ich kann das Hören von Meditationen mit dem Spazieren in der Natur kombinieren und erlebe eine maximale Energetisierung, ohne mich zu langweilen. Das ist perfekt für mein neurodivergentes Gehirn. Auch habe ich mich im letzten Jahr etwas mit meiner Stimme auseinandergesetzt. Sie transportiert so viel Persönlichkeit und hat ein grosses Potenzial uns bei unserem Heilungsweg zu unterstützen.

Während der Beschäftigung mit dem Weiblichen stiess ich nicht nur auf heidnische Mythen, sondern auch auf die Weisheitsliteratur in der Bibel. Diese ist, o Wunder, weiblich, wird Chokmah oder Sophia genannt. Viele Theologen sehen in der biblischen Sophia einen Hinweis auf die weiblichen Facetten Gottes. Während Gott oft mit männlichen Titeln (König, Vater) belegt wird, bringt die Gestalt der Weisheit Qualitäten ein, die im antiken Kontext als weiblich galten. Sie ist nährend und lebensspendend und auch Jesus wird mit der Weisheit in Verbindung gebracht. Diese Frage sollte der Prüfstein für jede (politische) Handlung und jede Religion sein: Ist es lebensfördernd und nährend für möglichst viele Menschen? Das würde den Frieden ganz besonders fördern!

Beschäftigt habe ich mich zudem mit dem Thema Vergebung. Es ist so wichtig, alles loszulassen, was einen belastet, seinen es (unbewusste) Vorwürfe gegenüber anderen oder Selbstvorwürfe. Auch das trägt zu innerem wie äusserem Frieden bei. Ebenso wie die Herz-Hirn Kohärenz. Herz-Hirn-Kohärenz beschreibt den Zustand, in dem Herz und Gehirn optimal zusammenspielen – wie zwei Instrumente, die sich auf dieselbe Melodie verständigen.

Auch das weibliche Gehirn funktioniert anders als das männliche, wie wir spätestens seit dem Bestseller „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“ wissen. Noch spannender wird es dann, wenn es um ein weibliches Gehirn mit ADHS-Symptomatik geht, wo gewisse Neurotransmitter, wie Serotonin und Dopamin nicht immer ausreichend vorhanden sind und die Motivation für unliebsame Aufgaben tief in den Keller sinkt. Prokrastination lässt grüssen. Es ist also für diese Frauen noch wichtiger Dinge zu tun, die ihr Freude machen. Was macht mir besonders viel Freude? Da kommen wir schon zum nächsten Punkt: Ausflüge.

Reisen und Ausflüge dieses Jahr

Jeder Ausflug ist für mich immer Highlight und wird von ausführlicher Recherche begleitet. Hier in der Schweiz gibt es so viele schöne Gegenden zu entdecken, dass ich ganz hibbelig werde, wenn das Wetter schön ist und ich es kaum erwarten kann, raus zu kommen. Ich freue mich, wenn im Winter Schnee liegt, aber ich freue mich auch immer sehr, wenn es endlich wieder Frühling wird und ich wieder richtig Fahrrad fahren kann. Auch mein Grosser fährt inzwischen schon ganz gut.

Da wir für weiterliegende Ziele auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind, suchen wir uns meist Ausflugsziele, für die man nicht so oft umsteigen muss, da das sonst mit den Kindern zu stressig wird. Manchmal müssen wir auch erst Überzeugungsarbeit leiten, damit der Grosse auch bereit ist mitzukommen. Und auch während der Reise findet er immer wieder mal Gelegenheiten, um sich zu beklagen. Mitunter mache ich daher auch mal alleine einen kleinen Ausflug. Möglicherweise werde ich zukünftig auch ganze Wanderungen alleine machen, da ich gerne auch mal länger laufen möchte.

Im Mai gab es dann auch wieder den jährlichen Waldtag der Schule meiner Kinder, der von den Eltern mitgestaltet wird. Diesmal entschied ich mich dazu, das Buch vom Stockmann als Grundlage zu verwenden und brachte den Kindern Stöcke und Gummis mit, um etwas daraus zu konstruieren. Ich war sehr positiv überrascht, was für schöne Objekte die Kinder gestaltet haben.

Ich war dieses Jahr viele Male im See baden. Ich bin so froh, dass wir hier in der näheren Umgebung so viele schöne Seen haben. Es ist so unglaublich erfrischend, in das Wasser eines Sees einzutauchen.

Die Osterferien haben wir bei schönstem Wetter in Friedrichshafen am Bodensee verbracht. Wir fuhren dafür mit der Fähre über den See. In den Sommerferien waren wir im Schwarzwald und besuchten einen schönen Tierpark. Wir konnten in dieser Zeit auch meine Schwester und ihre Familie sowie meinen Vater treffen. Besonders mein jüngerer Sohn hatte Freude mit seinem Cousin. Wieder zuhause machten wir auch noch einen Ausflug zum Rheinfall und der Eisenbahnmodellbauanlage „Smilestones“ dort. Auch besuchten wir mit meinen Schwiegereltern einen Kugelbahnwanderweg, wo es sogar eine Armbrust für die Kugel gab.

In den Herbstferien machten wir mehrere Tagesausflüge innerhalb der Umgebung. Besonders schön war es in Braunwald auf einem Kinderwanderweg, genannt Zwerg-Bartli-Weg. Viel Freude hatten die Kinder auch in Rapperswil. In der Nähe des Schlosses dort gibt es einen schönen Spielplatz und Rebhänge am See, die sich in leuchtendem Herbstgelb zeigten.

An unserem Hochzeitstag im November machten mein Mann und ich einen Ausflug nach Vaduz in Liechtenstein. Dort liefen wir durch den Wald bis wir schliesslich durch den Nebel kamen, eine Ruine erreichten und die Sonne noch für ein paar Minuten sehen konnten, bevor sie hinter den Bergen verschwand.

Im Sommer besuchte ich zudem mit einem guten Freund die Gegend, in der ich aufwuchs und nahm an einem Klassentreffen teil. Wenn ich die Bilder jetzt sehe, bekomme ich richtig Lust darauf, sie mit Stift und Farbe aufs Papier zu bringen.

Meine Söhne in 2025

Der Grosse kam im Sommer in die zweite Klasse und kann nun schon richtig gut rechnen und lesen. Er schreibt gerne kleine Zettel und Nachrichten. Leider findet er die Schule eher langweilig und es fällt ihm mitunter schwer, sich immer an die dortigen Regeln zu halten. Das Schwimmenlernen war für ihn eine Herausforderung, die er inzwischen gemeistert hat. Er liebt auch seine Ergotherapiestunden und macht da viele kreative Dinge. Auch im Judo hat er Freude. Er fährt auch gern mit dem Fahrrad.

Der Kleine ist im Sommer in den Kindergarten gekommen und liebt es dort sehr. Er ist sehr stolz auf die Werke, die er dort kreiert und spielt gerne mit den anderen Kindern. Er hat schon grosse Fortschritte in der richtigen Stifthaltung und beim Ausschneiden gemacht. Er schläft inzwischen auch im gleichen Zimmer wie sein Bruder, was manchmal zu Diskussionen führt, aber dann doch meist funktioniert. Es ist schön, wie gut sie schon manchmal miteinander spielen können. Beide sind nun auch sehr kreativ mit Lego unterwegs.

Durch meine Söhne habe ich dieses Jahr auch viel über mich selbst gelernt. Viele Symptome, die man als ADHS oder hochsensibel deuten kann, überschneiden sich auch mit Hochbegabung. Tatsächlich sind wir alle sehr neugierig und hinterfragen vieles. Das wird nicht immer so gerne gesehen, ist aber enorm wichtig, um Visionen für die Zukunft zu entwickeln.

Mit Humor und Fantasie ist das Zusammenleben viel öfter in spielerischer Leichtigkeit möglich. Sehr viel darüber gelernt habe ich von Anke Eyrich, die das Aware Parenting lehrt. Anke Eyrich – Aware Parenting Institut im deutschsprachigen Raum

Hier ein Seil, das mein Grosser in der Ergotherapie selbst gemacht hat.

Aussicht auf 2026

2026 werde ich mich einer Online-Ausbildung zur Gesundheitsberaterin widmen und meine Kenntnisse in Bezug auf die Förderung bei ADHS in Bezug auf Ernährung, Bewegung und Lernen vertiefen und dafür ein umfassendes Konzept entwickeln, so dass ich dann endlich damit beginnen kann, selbständig zu arbeiten.

Natürlich werde ich zu dem Gelernten noch viel mehr Blogartikel schreiben. Denn ich merke, wie mir das schriftliche Reflektieren hilft, mir selbst über vieles bewusst zu werden. Und ich hoffe dabei, dass meine Erfahrungen und Reflektionen auch anderen helfen können. Ich werde auch mit den Meditationen weiter machen und mein Zeichentalent nutzen, um meine Ziele und Wünsche zu visualisieren. Ein paar Arztbesuche stehen auch noch an.

Sehr schön wäre für mich auch ein lokaler Frauenkreis, der regelmässig stattfindet. Sehr glücklich wäre ich auch über eine Wanderfreundin, die mich zu Ausflügen zu Seen und Bergen begleitet. In jedem Falle möchte ich noch viel mehr Ausflüge machen und am besten dazu mein Zeichenmaterial mitnehmen. Der Reisezeichner Jens Hübner Home hat mich sehr inspiriert. Dann werde ich meinen nächsten Jahresrückblick mit meinen eigenen Zeichnungen gestalten können.

Zudem darf ich schon im Februar einen runden Geburtstag feiern und möchte diesen Tag mit meinen Lieben ganz besonders geniessen, am liebsten in den Bergen.

1 Kommentar zu „Mein Jahresrückblick 2025“

  1. Pingback: KW01/2026: Alle TCS-Blogartikel - The Content Society

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen